BauwagenAls wir Mitte Oktober, an einem Wochenende die spontane Nachricht erhielten: „Donnerstag ist es soweit!“, konnten wir es erstmal gar nicht glauben. In der darauf folgenden Woche sollte unser lang ersehnter Bauwagen die Überfahrt von 80 km hinter sich bringen und seinen angedachten Platz bei uns im Garten einnehmen.

Leicht verplant und alles erst auf den letzten Drücker organisiert, wie es sich gehört, machten wir uns also auf den Weg, denn wir wollten ja nichts verpassen. Angeleitet von einem Bauwagenüberführungs- Meister, der alle Zaubertricks beherrschte, pumpten wir die Räder auf, versahen die Seiten mit Katzenaugen, damit man uns auch nicht übersehen konnte, brachten Kennzeichen und Lichtleiste an, um uns schließlich auf den langen Weg zu machen.

Es sah aus wie eine riesige rote Lok, gefolgt von einem grauen Wagon, der manchmal leicht, manchmal auch heftig von einer Seite zur anderen schaukelte, als wir uns schließlich auf nach Göttingen machten. Auf einigen Straßen wurden  wir von kleinen Karawanen begleitet, die langsam hinter uns her rollten und uns wohl ein wenig Gesellschaft leisten wollten. Ansonsten ergab sich während der Fahrt nichts spektakuläres, gelegentlich wurden die Reifen gecheckt, nicht das sie es sich unterwegs anders überlegen und nicht mehr mitkommen wollen. In Göttingen angekommen, noch alle vier Seiten und die beiden Räder vorhanden, rollten wir langsam über diverse Wege, an unseren Nachbarn  vorbei um schließlich auf den Feldweg zu gelangen, der uns zum Garten führen sollte. Nun wurde es spannend, denn der Bauwagen musste noch durch das kleine Tor und das stellte sich schwieriger heraus als gedacht. Denn die riesige rote Lok passte einfach nicht hindurch und so mussten wir den Wagon direkt hinter dem Tor stehen lassen! Nach einigen Versuchen entschieden wir, dass es so besser sei und so gaben wir dem Lokführer noch Kürbis und Äpfel auf den Weg und er rollte mit seiner roten Lok davon.

Nun steht er da, grau, leicht verformt, etwas luftig und wartet darauf, auf seinen richtigen Platz gestellt und endlich wieder gemütlich eingerichtet und belebt zu werden.

Eine Antwort auf Ein neues Gefährt im Garten

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