Plötzlich, aus heiterem sonnigem Himmel tauchte sie auf: Eine Saftpresse. Leicht angerostet, lieblich rustikal. Wir anfangs etwas Planlos mit dem ungewohnten Konstrukt, flüsterte sie uns durch ihre pure Anwesenheit Träume von frischen Säften zu. Begeistert zusammen mit dem plötzlich wiederkehrenden Sommer Mitte Oktober, nutzten wir die freundlichen Sonnenstrahlen und schnippelten, mangels einer Obstmühle, mit vielen entzückt helfenden Händen drauf los. Das Fallobst, vorerst noch im Morgentau unter den Bäumen ruhend, wurde blitzartig unter reichlichem Spaßaufkommen schonend zerhackt und füllte die Presse.

Ein paar süße goldene Liter. Krach! „Das tut weh“ sagte die anmutige Presse weinerlich und spuckte uns zum Ausdruck ihres Unmutes ein paar ihrer lästigen Bolzen entgegen.
Wir versprachen ihr zum nächsten Versuch eine Obstmühle einzuladen. Doch sie, mit ihrem empfindlichen Gemüht, streikt lustlos für diesen Tag. Trotz unserem zusätzlichen Sinn jeglichen Schrott zum freudigen Funktionieren zu überreden, hatte sie keine Lust. Sie wäre müde für diesen Tag, behauptete sie und rief uns auf ihrem weg in den Schuppen hinterher: „macht doch Apfelmuß!“

So taten wir ihr Recht. Kochten. Töpfeweise bis spät in die Nacht. Sterilisierten etliche Gläser. Zufrieden, die Früchte gerettet zusehen, konnten wir ihr Wohlwollen wieder finden. Ein paar neue Schrauben und die freundliche Obstmühle, ein bisschen Pause und sie ist wieder überzeugt. Mmmhmm Saft!


Saft! die zweite
Terminankündigung

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>